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 Gäste aus Krotoszyn erlebten "Rhein in Flammen" 2013

Höhepunkt des diesjährigen Besuchs einer Gästegruppe aus Krotoszyn, der Partnerstadt von Dierdorf, war das beeindruckende Erleben des Koblenzer "Rhein in Flammen"-Feuerwerks und des Konvois der beleuchteten Schiffe am 10. August 2013.

Angereist waren die 24 polnischen Gäste schon am 7. August, für private Unterkunft und Verpflegung sorgte der Freundeskreis Dierdorf - Krotoszyn, der auch das Programm für diesen Besuch erarbeitet hatte: Am Donnerstagmorgen erfreuten sich die Krotoszyner zusammen mit einigen Gastgebern an einer gemütlichen Bahnfahrt mit dem "Vulkan-Express" von Brohl nach Engelen in der Eifel. Von dort aus ging es mit dem Bus zur Burg Olbrück, und nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen wurden die Ruinen und der Turm dieser insgesamt sehr gepflegten Anlage erklommen. Auf dem Weg nach Dernau an der Ahr machten die Krotoszyner noch einen Abstecher nach Maria Laach, wo man genügend Zeit für einen Spaziergang zum See hatte und anschließend die Basilika sowie die imposante Klostergärtnerei besuchen konnte. Der Tag klang mit einem guten Abendessen im Ahr-Weinort Dernau aus.

Am Freitag begrüßte vormittags Verbandsbürgermeister Horst Rasbach die Krotoszyner Delegation ganz offiziell im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Dierdorf. In seiner Begrüßungsrede betonte Rasbach wiederholt die Bedeutung solcher privater Begegnungen für die deutsch - polnische Partnerschaft, Vizebürgermeister Franek Marszalek aus Krotoszyn hob die europäische Integration hervor. Anschließend führte Karl-August Heib die Gäste zu den sehenswerten Punkten Dierdorfs und erläuterte vor Ort die Geschichte der Stadt. Nach einem frei gestalteten Nachmittag trafen sich Gäste und Gastgeber am Abend zu einer stimmungsvollen Grillfeier an der Grillhütte in Großmaischeid.

Für den letzten Besuchstag hatte der Freundeskreis eine Kellereiführung in Koblenz organisiert. Hierbei erfuhren die polnischen Gäste Interessantes über die Herstellung und den Vertrieb von Sekt. Nach einem Einkaufsbummel im neuen Forum Mittelrhein und einer Führung durch die Altstadt kehrten gegen Abend alle in das Koblenzer Weindorf zum gemeinsamen Essen ein, um danach am Rheinufer die beleuchteten Schiffe sowie das Großfeuerwerk "Rhein in Flammen" hautnah zu erleben.

Sehr zufrieden und mit vielen schönen Eindrücken fuhren die polnischen Gäste am Sonntag wieder zurück nach Krotoszyn. (Fotos dieses Besuchs sind unter >Fotodoku >Rhein in Flammen 2013 zu finden.)

 

 

Erlebnisreiche Litauenreise 2010 des Freundeskreises 


Die sechstägige Litauenreise des Freundeskreises, durchgeführt in der ersten Juliwoche 2010 anlässlich des 10jährigen Bestehens des Vereins war für die 34 teilnehmer aus Dierdorf und weiterer Umgebung ein sehr interessantes und erlebnisreiches Ereignis. Schon am Tag vor der Busreise sorgte der Partnerschaftsverein in Krotoszyn mit einem ganztägigen Programm für eine gelungene Einstimmung der Gruppe auf die gemeinsame Reise: Eine gemütliche Fahrt mit einer Kleinspurbahn zum Eisenbahnmuseum in Wenecja, die Besichtigung der rekonstruierten Pfahlbauten-Anlage von Biskupin, eine Bootsfahrt auf dem benachbarten See sowie der gemeinsame Grillabend mit den Freunden aus Krotoszyn.
Bei der ersten längeren Pause auf der eigentlichen Busreise konnten sich die Teilnehmer in der Warschauer Altstadt umsehen, einen Imbiss in Sichtweite der Warschauer Symbolfigur, der Sirene, einnehmen oder bei "Blikle" einen Kaffee genießen. Durch die herrliche naturbelassene Landschaft der Masuren mit ihren unzähligen Störchen ging die Reise dann weiter über Augustów nach Suwalki kurz vor der litauischen Grenze, wo die erste Hotelübernachtung war.
Da Litauen seit 2004 Mitglied der EU ist, gab es beim Grenzübertritt auch keine Kontrollen, und so erreichte der Bus nach der Fahrt durch das ländlich geprägte Litauen um die Mittagszeit die Hauptstadt Vilnius (Wilna), mit ca. 600 000 Bürgern die einzige wirkliche Großstadt des Landes, das insgesamt nur 3,5 Millionen Einwohner hat. Unzählige Flüsse und Seen, riesige Wälder und weitläufige Wiesen und Felder bestimmen den Eindruck dieses Landes. Vilnius dagegen ist ein lebendiges, europäisches, kulturelles und politisches Zentrum mit sehr schöner Altstadt, geprägt von gotischer und barocker Architektur. Aber auch moderne Fassaden und Einkaufszentren westlichen Stils findet man in dieser Stadt. Den Schwrpunkt der Stadtführung bildete die Besichtigung der beeindruckenden Sakralarchitekturen und der romantischen Gassen. Der Tag klang aus mit dem gemeinsamen Genuss litauischer Spezialitäten im rustikalen Ambiente des "Belmontas".
Auf dem Weg nach Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens, wurde Station in Trakai mit seiner gotischen Wasserburg und den gelben und grünen Holzhäuschen gemacht. Am Zusammenfluss von Nemunas (Memel) und Neris liegt die Universitäts- und Handelsstadt Kaunas mit ihrer unverfälscht litauischen Altstadtarchitektur. DieStadtführung machte den mittelalterlichen Charme dieses Ortes deutlich.
Am Nachmittag wurde die Reisegruppe aus Dierdorf im 200 Kilometer weiter westlich gelegenen Seebad Palanga von der Reiseführerin Regina erwartet, die durch die herrliche Parkanlage und das einzigartige Bernsteinmuseum zum feinsandigen Ostseestrand geleitete. Nach diesem Zwischenstopp steuerte der Bus Litauens einzige Hafenstadt, Klaipeda, gelegen an der Mündung des Kurischen Haffs in die Ostsee, an. In der sehr sehenswerten Altstadt mit ihren renovierten Fachwerkhäusern und dem Kopfsteinpflaster spiegelt sich auch 700 Jahre deutsche Geschichte wider. Die Symbolfigur Klaipedas, "Tavaros Anika", steht auf einem Brunnen vor dm Theater; hier stimmte die Gruppe spontan das "Ännchen von Tharau"-Lied an.
Nicht nur für Geografie-Interessierte war das sich anschließende Übersetzen auf die Kurische Nehrung und die Fahrt auf dieser durch dichte Kiefernwälder bis nach Nida (Nidden), gelegen an der russischen Exklave-Grenze, ein besonderes Erlebnis: Rechts die Ostsee mit ihrem unendlichen weißen Strand, links das Haff, von tiefen Wäldern gesäumt, und am Ende bei Nida der Aufstieg zum Thomas-Mann-Haus hoch oben auf den riesigen Dünen, von wo aus die Dierdorfer auch den sogenannten "Italienblick" genossen. Der idyllische Ort selbst, ein Urlaubsparadies mit riedgedeckten Holzhäusern, regte die Gruppe zum längeren Verweilen und Räucherfisch-Essen an.
Die Rückreise aus Litauen begann mit der Busfahrt durch das landschaftlich sehr reizvolle Memeltal nach Kaunas und Suwalki in Polen. Am nächsten Tag ging die Reise weiter durch die Moränen- und Seenlandschaft der Masuren und Warmia über die "Perle der Masuren" Mikolaiki (Nikolaiken) zur mittelalterlichen Festung und Kathedrale von Fromborg am Frischen Haff. Gegen Abend bezog die Gruppe Quartier nördlich von Danzig, einige Teilnehmer machten sich dann noch auf, die alte Hansestadt bei Nacht zu erleben.
Es war nicht die erste Reise des Freundeskreises, die Danzig im Programm hatte und viele der Mitreisenden waren daher schon einmal hier. Doch es ist jedes Mal auf's Neue ein beeindruckendes Erlebnis durch die Gassen der Altstadt mit ihren schmalen Backsteinfassaden zu spazieren, die hanseatische Atmosphäre auf sich wirken zu lassen oder dem Treiben auf der Modlau vor dem Krantor beizuwohnen. Doch dann hieß es für die Reisenden auch hier leider Abschied zu nehmen. Nach einer längeren Pause in der mittelalterlichen Festungs- und Kopernikus-Stadt Torun (Thorn) an der Weichsel wurden am Abend die Dierdorfer herzlich von ihren polnischen Gastgebern auf dem Rathausplatz von Krotoszyn empfangen. 

Jahreshauptversammlung 2011

Am 18.02.2011 fand im Sitzungssaal der VG Dierdorf die diesjährige Hauptversammlung des Freundeskreises statt. Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Vereinsmitglieder gab die Vorsitzende, Kamila Riedrich, einen Rückblick auf die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres. Besonders hervorzuheben sind hierbei die deutsch-polnischen Treffen im Zusammenhang mit dem laufenden "Comenius-Regio"-Projekt, der Besuch des Krotoszyner Kirchenchores mit seinem Konzert in Dierdorf, die eindrucksvolle Reise nach Litauen anlässlich des zehnjährigen Vereinsjubiläums, die Sommerschule in Krotoszyn, die vom Ehepaar Heike und Wolfgang Nieß zum 10. Mal durchgeführt wurde, die erfolgreiche Teilnahme Krotoszyner Sportler am Dierdorfer Stadtlauf sowie, als besonderes Ereignis, die Verleihung des "Brückenpreises 2010" des Landes Rheinland-Pfalz, mit 2000,-€ dotiert, durch den Ministerpräsidenten Kurt Beck in der Staatskanzlei Mainz im Dezember 2010. Ferner war der Freundeskreis der Gemeinde Merode bei Düren bei der Suche nach Verwandten eines ehemaligen polnischen Zwangsarbeiters aus Krotoszyn behilflich, dem in Merode für seinen selbstlosen und lebensrettenden Einsatz dort jetzt eine Straße gewidmet wurde.
Die sich anschließenden Berichte des Kassenwarts Wolfgang Nieß sowie der Kassenprüfer Rosi Schneider und Elmar Hartmann bestätigten wieder den gewissenhaften und sparsamen Umgang mit der Vereinskasse, sodass dem gesamten Vorstand anschließend einstimmig die Entlastung erteilt werden konnte. Die Vorsitzende bedankte sich auch bei Bürgermeister Bernd Benner für die finanzielle Unterstützung des Freundeskreises.
Auch für das Jahr 2011 sind wieder mehrere Aktivitäten und Beteiligungen vorgesehen. So führten schon im Februar die zwei Schülerinnen Anna und Roksana der Krotoszyner Berufsschule auf Einladung der VG Dierdorf ein zweiwöchiges Berufspraktikum in der Gemeindeverwaltung durch, für Unterkunft und weitergehende Betreuung sorgte der Freundeskreis. Vom 1. bis 5. April wird das "Comenius-Regio"- Projekt fortgeführt, erwartet wird hierzu eine Delegation von über 40 Personen, darunter, neben Vertretern der Krotoszyner Stadtverwaltung auch die Folklore-Tanz- und Musikgruppe "Krotoszanie", die am 2. April um 19.30 Uhr in der Sporthalle des Schulzentrums Dierdorf gemeinsam mit den "Blau-Weiß- Kometen" aus Maischeid, der Bläserklasse des Martin-Butzer-Gymnasiums und evtl. des MGV Dierdorf eine sehenswerte Darbietung aufführen wird. Für die polnischen Gäste ist auch ein Besuch der ADD mit Stadtführung in Trier sowie die Besichtigung der Burg Eltz vorgesehen. Ende Mai findet dann der Abschluss des "Comenius-Regio"-Projektes während der traditionellen "Krotoszyner Tage" statt, die involvierte Ortsgruppe Dierdorf der DLRG sowie Verteter des Freundeskreises werden hierzu nach Krotoszyn reisen. Beim diesjährigen "Krotos-Lauf" am 5. Juni werden die Vereinsmitglieder Hubertus Glaremin und Elmar Hartmann für den LSC Maischeid laufen. Herr Glaremin wird voraussichtlich auch die Sommerschule vom 8. bis 19. August in Krotoszyn durchführen.
Vom 25. bis 29. August erwartet der Freundeskreis erneut eine sehr große Gruppe aus Krotoszyn, bestehend aus Mitgliedern des dortigen Freundeskreises, Verwaltungsmitgliedern der Stadt Krotoszyn sowie einer Künstlergruppe. Zwie Programmpunkte stehen hierbei schon fest: Der gemeinsame Besuch der BUGA in Koblenz sowie die Gastausstellung von neun Künstlern der Krotoszyner Galerie "Refektarz" auf Einladung der Dierdorfer "Galerie im Uhrturm". Die Vernissage wird am Sonntag, 28.8., um 11 Uhr im Uhrturm stattfinden. Ein Gruppenausflug in die weitere Region ist noch in Planung. Im Herbst wird dann die Vereinsvorsitzende wieder einen Polnischkurs für Anfänger bzw. Fortgeschrittene anbieten, an dem auch Nicht-Mitglieder teilnehmen können.
Nach dieser Vorschau bedankte sich Bürgermeister Benner bei Frau Riedrich und dem gesamten Freundeskreis für die vielschichtigen und erfolgreichen Tätigkeiten des Vereis, die die Städtepartner-
schaft zwischen Dierdorf und Krotoszyn mit Leben füllen sowie für die gute Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung.
Zum Abschluss der Versammlung verwies die Vorsitzende noch einmal darauf, die Homepage des Freundeskreises von Zeit zu Zeit zu besuchen, da hier neben vielen Informationen und Fotos auch immer die aktuellsten Hinweise für Vereinsmitglieder zu sehen sind.